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EVG vs. KVG

Wie arbeitet ein konventionelles Vorschaltgerät?

Die Drossel begrenzt die Stromzufuhr bei steigendem Stromdurchgang und erhöht sie umgekehrt bei fallendem Stromdurchgang. Steigender Stromdurchgang findet statt:

  • bei Erhitzung des Plasmas
  • bei Anstieg der Wechselstromphase

Fallender Stromdurchgang findet statt:

  • bei Abkühlung des Plasmas
  • bei Umkehr der Wechselstromphase

Das konventionelle Vorschaltgerät arbeitet über einen PASSIVEN Mechanismus: Bildlich gesprochen lässt es das Licht erlöschen (das Plasma abkühlen), um es dann wieder zu zünden.

Wie arbeitet ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG)?

Die Funktionsweise ist eine gesteuerte, also AKTIVE. Das EVG 'fühlt' den Zustand des Plasmas und handelt 'vorausschauend'. Es findet keine bzw. nur eine sehr geringe Abkühlung des Plasmas statt:

  • bessere Lichtausbeute
  • stark verringerte Verdampfung des Elektrodenmaterials (Schwärzung des Leuchtmittels)
  • Farbstabilität, weil das Gleichgewicht in den farbgebenden Metallsalzen erhalten bleibt
  • die 'Schockwirkung' beim Zündvorgang fällt weg


Wird das EVG für Hochdruckentladungslampen durch die EG Verordnung 245/2009 zur Pflicht?

Im Prinzip ja. Jedoch sieht die Richtlinie Ausnahmen vor, die unter anderem vom Spektrum der Entladungslampe abhängen. Generell kann man sagen, dass gerade die Leuchtmittel für die Meerwasseraquaristik mit ihrem hohen Blauanteil unter diese Ausnahme fallen. Der Umstieg auf das EVG bleibt trotzdem empfehlenswert.