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Beleuchtung für die dunkle Jahreszeit

Licht dient nicht nur zur Wahrnehmung der Umgebung und Erkennung der Personen über das Auge. Licht hat vielmehr noch eine Reihe von steuernden Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.

Am besten bekannt ist der maßgebliche Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Schlafbedürfnis ist etwas sehr individuelles, und viele Menschen äußern sich in den Wintermonaten über eine höhere Müdigkeit, die bekannte Wintermüdigkeit.

Ein beliebtes Mittel dagegen ist die Reise in sonnige Länder oder in den Skiurlaub, weil - gerade beim letzten Beispiel - einfach mehr von jener Strahlung vorhanden ist, die uns wach hält: das blaue Licht um ca. 470 nm (Hauptbestandteil eines 16000K Brenners) kann die saisonale Müdigkeit auf recht effektive Weise bekämpfen (1).

Einige Autoren (2) gehen sogar so weit, dass sie die unerwartet niedrige Inzidenz von Winterdepressionen in Gegenden am Polarkreis auf diesen blauen Spektralanteil zurückführen.

Es bleibt festzustellen, dass eine Lichtquelle mit blauem Licht gegen die Wintermüdigkeit eine stärkere Wirkung hat als beispielsweise ein weiße Lichtquelle und sie daher eine deutlich niedrigere Intensität aufweisen muss (3).


(1) Strong et al., "Narrow-band blue-light treatment of seasonal affective disorder in adults and the influence of additional nonseasonal symptoms.", Depress Anxiety, 2009;26(3):273-8.
(2) Axelsson et al., "Chromaticity of daylight: is the spectral composition of daylight an aetiological element in winter depression", Int J Circumpolar Health, 2004; 63(2):145-56.
(3) Meesters et al., "Low-intensity blue-enriched white light (750 lux) and standard bright light (10,000 lux) are equally effective in treating SAD. A randomized controlled study.", BMC Psychiatry, 2011 Jan 28;11:17.